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Was ist ein Bodengutachten – und warum ist es vor dem Bau unverzichtbar?

Ein Bodengutachten untersucht den Untergrund eines Grundstücks: Tragfähigkeit, Grundwasserstand, Bodenart, mögliche Kontaminationen. Es klingt nach einem Schritt, den man vielleicht weglassen kann. Das ist ein Irrtum, der teuer werden kann.

Ohne Bodengutachten weiß kein Bauunternehmen, welches Fundament das Gebäude braucht. Wenn der Boden weich, heterogen oder belastet ist, muss das Fundament aufwendiger ausgeführt werden – mit Tiefgründung, Bodenaustausch oder Drainage. Wer das erst auf der Baustelle feststellt, zahlt drauf.

In Sachsen gibt es Regionen mit ehemaligem Bergbau, Altlasten aus DDR-Betrieben und Grundwasserschwankungen. Das ist kein theoretisches Risiko.

Kosten für ein Bodengutachten: je nach Umfang zwischen 800 und 2.500 Euro. Was es im Verhältnis zu möglichen Nachträgen kostet: wenig. Wir empfehlen das Gutachten, bevor der Kaufvertrag für ein Grundstück unterschrieben wird – nicht danach.